Hotel: "Hotel im Schulhaus" in Lorch

Wenn schon das Hotel Teil des Urlaubs ist...

Das Hotel im Schulhaus in Lorch beeindruckt schon von außen durch seine Bauhaus-Architektur (Foto: Mario Schlack)
Das Hotel im Schulhaus in Lorch beeindruckt schon von außen durch seine Bauhaus-Architektur (Foto: Mario Schlack)

Mit individuellem Flair und leckerer Küche bietet das "Hotel im Schulhaus" in Lorch einen perfekten Ausgangspunkt für Wander-, Schiffs- und Raftingtouren im Rheingau. Wir waren vor Ort und konnten uns selbst überzeugen. 

Ein Erlebnisbericht von Andrea Lenz

 

Das Hotel im Schulhaus befindet sich in Lorch und somit mitten im UNESCO Welterbe Mittleres Rheintal. Dementsprechend traumhaft fällt dann auch bereits die Anreise aus. Bei strahlendem Sonnerschein und immer mit Blick auf den Rhein führt mich die Bundesstraße von Süden kommend rechtsrheinisch bis nach Lorch.

 

Einige Baustellen mit Ampeln sowie Bahnübergänge unterbrechen meine Reise und geben mir gleichzeitig die Gelegenheit den umwerfenden Ausblick noch etwas länger zu genießen und mich auf ein entspanntes und ereignisreiches Wochenende einzustimmen. 

 

Vorbei an Wäldern, romantischen Ortschaften, Burgen, Weinbergen und Weingütern erreiche ich Lorch von Wiesbaden aus nach ca. einer Stunde. In Lorch selbst führt mich der Weg ab vom Rhein, durch den kleinen Ort mit den vielen Fachwerkhäusern, hinein in das Wispertal. 

 

Der Parkplatz des Hotels, der auf dem ehemaligen Schulhof angelegt wurde, bietet bereits einen wunderbaren Blick auf das Kulturdenkmal von 1933. Als eines der wenigen Beispiele im Rheingau für späte Bauhaus Tradition ist es äußerlich sehr gradlinig und schlicht gehalten, was mir sehr gut gefällt. Damals wurde das Gebäude als "Wisperschule" eingeweiht und diente danach bis 2008 als Schule. An eine Schule selbst erinnert zunächst nur die alte Schuluhr, die auch nach dem Umbau von Schule zum Hotel wieder an alter Stelle ihre Arbeit tut, allerdings ohne die Pausenglocke zu aktivieren, wie mir beim Check-in versichert wird. 

Foto: Andrea Lenz
Foto: Andrea Lenz

Das Thema "Schule" wurde liebevoll ins Konzept integriert

 

Als ich das Gebäude betrete freue ich mich, dass das Thema Schule aber doch gleich mehrfach zum Tragen kommt. Im Eingangsbereich hat man die alten Steine erhalten, auf denen sich Schüler über Generationen hinweg mit Kritzeleien verewigt haben. Ein paar Schritte weiter kann man selbst mit Kreide kleine und große Botschaften auf einem Board hinterlassen.   

 

Weiter geht es über das offene Treppenhaus mit Blick auf den ehemaligen Schulhof in die breiten Schulflure. Auch ohne die überdimensionalen alten schwarzweis Fotos, die als Wanddekoration dienen, und den Schulalltag aus alten Zeiten zeigen, kann man sich lebhaft vorstellen, wie hier über Jahrzehnte hunderte Kinder rumtobten. Erinnerung an die eigene Schulzeit werden wach. Ich  bin gespannt, wie wohl das Thema "Schule" weiter aufgegriffen wird. 

 

Das Inventar besticht mit viel Liebe zum Detail

 

Mein Zimmer ist schön groß, sehr modern und trotzdem supergemütlich eingerichtet! Die großen Fenster lassen viel Licht herein und der Blick von meiner Terrasse ins Grüne und die plätschernde Wisper nebenan erinnert mich daran, wo ich mich befinde: In einer der schönsten Naturlandschaften und Wandergebiete Deutschlands! 

 

Mein erster Handgriff in einem Hotel geht immer zuerst zum "Bitte nicht stören Schild". Auch hier hat man sich mit viel Liebe zum Detail etwas einfallen lassen: "Klassenarbeit" und "Tafeldienst" stehen auf den beiden Seiten des Schildchens. In einem "Zeugnis" auf dem Schreibtisch kann man das Hotel bewerten. 

Foto: Andrea Lenz
Foto: Andrea Lenz

Mir fällt auf, dass ich auf dem Zimmer keine Minibar habe. Abends stelle ich fest, dass es im Frühstücksraum einen großen Kühlschrank gibt, wo man sich selbst bedienen kann und auf Vertrauensbasis in einer Liste den eigenen Verbrauch einträgt.     

Ich finde das eine super Idee! Es bietet Wandergruppen die Möglichkeit abends noch in geselliger Runde zusammenzusitzen und Alleinreisenden die Möglichkeit mit anderen Gästen in Kontakt zu kommen. Toll!

 

Zum Frühstück wird man mit frischen Produkten aus der Region verwöhnt 

 

Das Frühstück kann man entweder im gemütlichen Wintergarten oder direkt davor auf der sonnigen Terrasse genießen. Es gibt lange Tafeln an denen größere Wandergruppen Platz finden, aber auch Tische für Familien oder kleinere Gruppen. Schon morgens herrscht hier fröhliche Urlaubsstimmung.

Foto: Andrea Lenz
Foto: Andrea Lenz

 Das Buffet lässt einfach keine Wünsche offen und bietet alles, was man für einen ereignisreichen Tag in der Natur braucht! Dass Brötchen und Wurst von Herstellern aus der Region kommen, versteht sich hier fast von selbst. Zusätzlich gibt es auch noch ein paar Besonderheiten, die man nicht überall bekommt. Auch die geräucherte Wisperforelle ist eine regionale Spezialität, die in der weitläufigen Umgebung als Delikatesse bekannt ist und den hiesigen Forellenzüchtern sogar Stammkundschaft aus Wiesbaden garantiert. 

 

Auch der hausgemachte Weingelée aus Rosé vom Partnerweingut Altenkirch aus Lorch ist etwas Besonderes und schmeckt wunderbar. Am allermeisten freue ich mich aber über das große Waffeleisen, in dem ich mir selbst meine Waffel backen darf. Der ganze Frühstückssaal duftet jetzt herrlich nach frisch gebackener Waffel. Das Rezept für den Teig ist auf eine Postkarte aufgedruckt und die kann ich mir als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Eine großartige Idee. 

 

Lunchpakete können selbst zusammengestellt werden

 

Hier am Frühstücksbuffet kommt auch endlich meine "Pausenbrot"-Tüte zum Einsatz. Die kleine Papiertüte kann sich jeder Gast für 4,50 kaufen. Sie beinhaltet eine kleine Wasserflasche, einen Apfel, einen Müsliriegel und kann dann am Buffet noch mit einer selbstgeschmierten Stulle aufgefüllt werden. Sehr praktisch für das Picknick unterwegs!

 

Wie schon beim Check-in an der Rezeption fällt mir auch beim Frühstück die besondere Freundlichkeit des Personals auf. Offensichtlich macht die Arbeit hier Spaß. Die Mitarbeiter tun jedenfalls alles, um es dem Gast an nichts fehlen zu lassen.

Foto: Andrea Lenz
Foto: Andrea Lenz

Abendessen im Weingut Altenkirch

 

Im Hotel selbst wird ausschließlich Frühstück serviert. Eine von vielen Möglichkeiten in Lorch lecker Essen zu gehen ist das "Weingut Altenkirch", der Partnerbetrieb des Hotels. Hier kann man die leckeren Weine zusammen mit dem Abendessen entweder auf der großen Dachterrasse mit Blick auf den Rhein genießen oder im gemütlichen Gutsgebäude, das an einen Weinkeller erinnert. 

 

 

Für Wanderer, die mehr als eine 08/15 Unterkunft suchen, bietet das Hotel also viele Annehmlichkeiten: Neben dem individuellen Flair und dem leckeren Essen überzeugt auch die  super Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und an den Rheinsteig. Hunde sind übrigens auch willkommen! Gäste, die noch nicht genau wissen, wie sie ihre Zeit im Rheingau verbringen möchten, können sich vom Team des Hotels inspirieren lassen und von den vielseitig zusammengestellten Angeboten wie  Stand Up Paddling, Rafting-, Wander- und Schiffstouren profitieren. Hier sollte wirklich jeder auf seine Kosten kommen.     

 

Mehr Infos unter hotel-im-schulhaus.com